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Kirche im Wandel


17. Februar 2026

Unsere Kirche befindet sich im Wandel: Rückgang der Gemeindegliederzahlen und damit weniger finanzielle Mittel, die uns für unsere Aufgaben zur Verfügung stehen. Vakante Stellen im Pfarrdienst, der Kirchenmusik und der Gemeindepädagogik. Kleine Anstellungsverhältnisse in der Verwaltung, die der Aufgabenfülle nicht gerecht werden können.

Die Frage, wie wir als Gemeinden Aufgaben bündeln können, beschäftigt uns auch im Verbundausschuss – dem gemeinsamen Gremium unserer fünf Gemeinden.

Unsere Zusammenarbeit hat sich in den zurückliegenden Jahren verstärkt: Wir feiern gemeinsame Gottesdienste; beginnen in diesem Jahr mit einem Kanzeltausch; laden einander zu Begegnungen im Rahmen der innergemeindlichen Heimatkunde ein; er-fahren durch die AG Wege die Kirchen unserer Region; erarbeiten eine gemeinsame Gebäudekonzeption und unterstützen uns innerhalb der Verwaltungen.

Nun stellt sich die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, einen nächsten Schritt zu gehen.

Als Kirchenvorstände haben wir dazu im letzten Jahr zwei Beschlussvorlagen beraten.

  • Eine betrifft die Arbeit in den Verwaltungen unserer Kirchgemeinden. Wir möchten diese Aufgaben bündeln. Nicht mehr jede Gemeindeverwaltung muss alles machen, sondern Verantwortlichkeiten für die einzelnen Aufgaben sollen festgelegt werden. Eine Arbeitsgruppe der fünf Gemeinden wird dazu einen Vorschlag erarbeiten.
  • In der zweiten Beschlussvorlage ging es um die Entscheidung für oder gegen eine Vereinigung unserer fünf Kirchgemeinden zum 01.01.2028 zu einer Kirchgemeinde.

Als Kirchenvorstände haben wir uns 2025 mit diesem Thema beschäftigt. St. Andreas, St. Markus, St. Petri-Schloss und Trinitatis haben danach einer Vereinigung der Kirchgemeinden zugestimmt. St. Jakobi-Kreuz geht diesen Weg vorerst nicht mit und bleibt als Schwester dabei.

Auch hierfür gibt es eine Arbeitsgruppe, in der Vertreterinnen und Vertreter der vier Kirchgemeinden mitarbeiten werden. Bereit dazu sind für St. Andreas Anett Richter und Pfarrer Marcus Koetzing, für St. Markus Diana Kopka und Tobias Merz, für St. Petri-Schloss Matthias Nitz und Stefan Hirschberg und für Trinitatis Thomas Dämmig und Pfarrer Markus Löffler. Unterstützt werden wir dabei vom Regionalkirchenamt.

Ziel der Vereinigung der Kirchgemeinden ist, dass die Arbeit unserer hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleichtert und die ehrenamtliche Arbeit gerade im Bereich Bau und Finanzen entlastet wird.

Ziel ist es NICHT, das, was es an Gruppen, Kreisen und Veranstaltungen vor Ort gibt, abzuschaffen oder auf einen Ort zu konzentrieren. Im Idealfall merken wir in der Gemeindearbeit vor Ort nur an wenigen Stellen, dass die vier Kirchgemeinden zu einer Gemeinde vereinigt wurden. Diese Gemeinde wird einen eigenen Namen erhalten. Die einzelnen Kirchen behalten ihre Namen, egal, wie die vereinigte Gemeinde heißen wird.

Wir wissen um die Herausforderungen, die dieser Prozess mit sich bringen wird und bitten Sie, dies in Ihre Fürbitten aufzunehmen.

Wir werden Sie regelmäßig über die Arbeit und Überlegungen der Arbeitsgruppe informieren. Mit Ihren Fragen und Gedanken können Sie sich gern an die Mitglieder der AG wenden.

Anett Richter, Vorsitzende des Verbundausschusses

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