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Erinnerung an die Lukaskirche


2. Januar 2026

Am 09. Januar 2026 hätte die Lukaskirche ihr 125-jähriges Kirchweihjubiläum. Dieser Beitrag soll daran erinnern.

Unglaublich aber wahr: die erst 1888 fertig gewordene St. Petrikirche war bereits 1897 für die immer weiter wachsende Gemeinde zu klein. Das führte zum Bau der Lukaskirche. Der Bau im Renaissancestil nach Plänen der Dresdener Architekten Ernst und Friedrich Giese hatte im Frühjahr 1899 begonnen. Knapp zwei Jahre später wurde das 484.000 Mark teure Bauwerk fertig und am 9. Januar 1901 als St. Lukaskirche geweiht.

Die Kirche hatte sechs Zugänge: am Hauptportal, am Hauptturm, am Nebenturm und die Eingänge bei der Sakristei und Taufkapelle. Durch das Hauptportal gelangten die Gottesdienstbesucher in die sogenannte Brauthalle und von dort durch drei große Türen in den Hauptkirchenraum, der mit floralen Wandmalereien schlicht gehalten war. Prächtig nahmen sich dagegen die fünf großen, auf dem Lukasevangelium basierenden Figurenfenster aus.

Am 5. März 1945, erst 44 Jahre alt, versank das schöne Gotteshaus in Schutt und Asche. Für den Wiederaufbau fehlten Geld und der nötige Wille. So wurden 1947 die Ruinen abgetragen und der Platz als Park gestaltet. Die Stahlglocken konnte man noch vom schwer zerstörten Turm herunternehmen, diese fanden ihren neuen Platz in der Glockenstube des Petri-Kirchturmes am Theaterplatz. 


Auf dem Josephinenplatz fehlt heute das aufragende Kirchenbauwerk, an das ein kleiner Gedenkstein erinnert. Am Platz gibt es noch das Lukas-Pfarrhaus (Josephinenplatz 8). 

Elsemarie Schaarschmidt